Tagebuch aus Haithabu / Hedeby
 
   

29. Juni 2008 - Bronzeguss & gefärbte Wolle

Wer schon mal immer wissen wollte, wie die Wikinger ihre Fibeln hergestellt haben, konnte sich das am Samstag und Sonntag in Haithabu live ansehen. Dort war der experimental Archäologe Ken Ravn Hedegaard aus Dänemark zu Gast. Mit viel Geduld erklärte er den Besuchern den Giessvorgang und demonstrierte es auch gleich direkt am Feuer. Wer die Zeit hatte und länger blieb, konnte den gesamten Vorgang beobachten und miterleben, ob der Guss ein Erfolg oder leider ein Reinfall war.

Ebenso erfuhr mal sehr viel wissenwertes aus der Archäologie und der Wikingerzeit.
Und auch interessante Tipps, worauf man bei der Gusstechnik achten sollte und ich habe auch gelernt, das Feuer nicht gleich Feuer ist. Humorvoll hat Ken Ravn Hedegaard den Besuchern durch Anekdoten die Welt der Wikinger näher gebracht und sie konnten dabei viel über die Archäologie und deren Methoden lernen.

Auf einem Tisch lagen einige Ausstellungsstücke. Gussformen, Wachsmodelle, halbfertige Stücke und auch verkaufsfertige Stücke, die man kaufen konnte. Es waren wirklich einige, sehr schöne Stücke dabei. Auf der Homepage von Ken Ravn Hedegaard kann man sich seinen aktuellen Katalog (2008 - 2010) herunterladen. Leider war das in diesem Jahr sein einziger Besuch in Haithabu.

Ken hat leider zur Zeit keine Homepage mehr. In seinem Fotoalbum (Link rechts oben im Kasten) befinden ich noch einige Aufnahmen von seine alten Arbeiten und eine Kontaktadresse.
Oder einfach eine E-Mail an mich schreiben.

Gefärbte Wolle, Socken und Kinderschwerter

Gegenüber von Ken Ravn Hedegaard wurde Wolle in grossen Kesseln gefärbt.

In einem Zelt hingen fertige, gefärbte Wolle zum Verkauf und auf einem Tisch lagen genadelte Socken.

Hier wurde alles Mögliche, darunter auch Kinderschwerter & - Schilde verkauft.
Auch die berüchtigten Visby-Laternen.

Im Bach war endlich mal etwas Wasser. Wobei das eher aussah wie eine Pfütze als ein Bach. ;-) Um darin die Wäsche zu waschen, wie es in der Wikingerzeit üblich war. Ist das Wasser nun wirklich nicht geeignet. Schade eigentlich, ein Bach durch Haithabu hätte was.

Auch in Haithabu wird weiter an Projekten gearbeitet. In Haithabu sind die Handwerker zurück gekehrt. Wie in der Wikingerzeit.

Im Museum wurde Heute am 29. Juni 2008 die Sonderausstellung: "Schätze des Mittelalters" eröffnet. Slawischer Schmuck aus dem Staatlichen Archäologischen Museum in Warschau.
Diese Sonderausstellung kann man bis zum 07. September 2008 im Wikinger Museum Haithabu sehen.

Am Schluß noch eine Erinnerung: Kommendes Wochenende am Sonntag, 06. Juli 2008:
Bogenschießen zum Mitmachen. Unter fachkundiger Anleitung von Sven Hopp wird es an diesem Tag möglich sein, auf Repliken der Bögen aus Haithabu selbst die Technik des Pfeilauflegens und Ziehens, des Zielens und des Abschusses in den Grundzügen zu erproben.
Und natürlich darf auch die Freude an einem Treffer nicht vergessen werden.
Zusätzliche Kosten: 1,50 € für 5 Schuß" Uhrzeit von 11:00 bis 17:00"

Versjon: 12-juni-2011 © by Kai-Erik Ballak - All rights reserved -
E-Mail: info(at)haithabu-tagebuch.de
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