06. Juni 2009 - Haus des Tuchhändlers
Laut Museumsprogramm war an diesem Wochenende eine Vorführung "Handwerk und Hauswerk im Experiment" geplant.
Hallveig (Michaela) und Raphi (Raphaela) zogen daher wieder in das Haus Nr. 2 [Haus des Tuchhändlers] und Christoph
in das Haus Nr. 1 [Haus des Kammmaechsers] ein. Diesmal arbeitet auch zum ersten Mal Runhildr (Susanne) in Haithabu und war
die meiste Zeit in der Werkstatt.
Runhildr und Christoph haben in der Werkstatt in dem Kammmacherhaus an Naalbindingnadel und Kämme gearbeitet, während Hallveig
und Raphi im Haus des Tuchhändlers Wolle bearbeitet haben.
Dabei handelt es sich nicht nur um eine reine Vorführung, sondern die Besucher dürfen sich daran auch beteiligen. Besonders die
Kinder haben immer daran ihren Spaß, wenn sie den ersten Wollgarn in ihrem Leben selber gesponnen haben und es dann auch
mitnehmen dürfen.
Christoph fabrizierte aus Geweihe einige neue Naalbindingnadeln für die Frauen. Wer von den Besucher etwas Zeit hatte, blieb
dann auch länger bei Christoph stehen und konnte dann die einzelne Arbeitsschritte beobachten. Fragen durften gestellt werden
und wurden auch auch zahlreich von interessierten Besucher gestellt. Im frühen Mittelalter wurden Knochen und Geweihe nicht
einfach weggeworfen, sondern dienten als Werkstoffen für Gebrauchsgegenstände wie zum Beispiel eben Kämme, Nadeln, Nadeldosen
und vieles mehr.
Jedenfalls produzierte Christoph schöne Naalbindingnadeln und ich konnte nach viel Überredungskunst eine
davon für meine Sammlung mit nach Hause nehmen.
Wer sich für Wollverarbeitung oder Herstellung von Naalbindingnadeln interessiert, sollte sich für dieses Jahr folgende
Termine merken: 04. bis 12. Juli, 18. & 19. Juli, 29. & 30. August, 12. & 13. September und 10. & 11. Oktober.
Zum Schluß noch ein Bild von Nökkvi. Das Wikingerboot wurde nach der Taufe nicht direkt an der Landebrücke festgemacht, damit
die Besucher dort nicht einsteigen können. Leider ist diese Sicherungsmaßnahmen notwendig geworden, da die Gefahr bestand,
das sie beim reinklettern Nökkvi beschädigen könnten und das möchte das Museum natürlich gerne verhinden.
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