Tagebuch aus Haithabu / Hedeby
 
   

09. Juli 2009 - Isländische Saga in Haithabu

Nach nur vier Tagen war ich wieder in Haithabu. Und sah als erstes Rebekka unter dem Sonnenzelt. Sie backte dort auf der Wikingerpfanne Fladenbrot. Es war nicht leicht sie auf der Pfanne zu backen, da die Fladenbrote wegen einer Füllung (Speck und Gemüse) recht dick waren und daher länger auf der Pfanne brauchten, als üblich. Egal, geschmeckt haben sie auf jeden Fall. Auch Wulf Freese war in Haithabu, da er an diesem Tag eine Schulklasse aus Russland durch das Wikinger-Museum führen wollte.

Harlindia stand an ihrem Kräuterkasten und erklärte den Besucher alles über die Kräuterarten und deren Anwendung im Früh- & Mittelalter. Darunter hat sie auch Kräuter, die die Nordmänner kannten, dann vermutlich weniger kannten und auch einige Kräuter, die bei den Nordmänner wohl eher unbekannt waren. In dem Haus des Tuchhändlers hielten sich Hallveig und Raphi auf. Dort spinnten sie Wolle und nadelten Socken. An diesem Tag haben dort auch zahlreiche Besucher Nadelbinden (Nålbinding) gelernt und vielleicht entwickelt sich daraus auch eine neue Leidenschaft.

Etwas später bereiteten die Frauen in dem Haus auch das Essen vor. Im vorderen Bereich wurden die Zutaten vorbereitet und im hinteren Wohnbereich dann gekocht. Ich ging vor dem essen noch schnell Nökkvi besuchen.

Als ich von der Landebrücke zurückgekehrt war, sah ich die ersten Wikinger von Midgaard-Skalden, eine Wikingertheatergruppe aus Schleswig. Sie wollten bei den Häuser in Haithabu für einige Besucher eine (moderne) isländische Saga vorspielen. Ein Stück das von Frau Ute Drews (Museumsleiterin) extra für die Wikinger Häuser geschrieben wurde.

Von dem Schauspiel habe ich selber keine Aufnahmen, da ich mich im Haus des Tuchhändlers aufgehalten habe und von dort aus über einen Schlitz an der Seitentür zugucken konnte. Vorteil für mich war einfach: ich konnte bei dem Schauspiel in aller Ruhe weiteressen. Hallveig hat einige Bilder davon in einem Flickr-Fotoalbum abgelegt. Der Link ist rechts im Kasten.

Nach einem Museumstag sieht man meistens am Feuer müde Gesichter. Diese Aufnahme entstand gegen 18:45 Uhr. Viele Besucher wissen nicht, dass einige Darsteller nicht nur tagsüber sich in den Häuser aufhalten sondern sogar darin übernachten. Ein Grund warum in zwei Häuser mitunter die Schlaflager für die Besucher abgesperrt sind. In der Mitte sorgt Harlindia dafür, dass niemand über Bifröst (mythologische Brücke) nach Haithabu kommen kann und auf der rechten Aufnahme sieht man die Kochstelle in Aktion im Haus des Tuchhändlers.

Versjon: 13-juni-2011 © by Kai-Erik Ballak - All rights reserved -
E-Mail: info(at)haithabu-tagebuch.de
besucherzaehler rc-webdesign