Archäologische Gesellschaft Schleswig-Holstein e.V. AGSH
Einladung und Programm zur Feier anläßlich des
25-jährigen Jubiläums der AGSH
Mittwoch, 10. Februar 2010, 18:30 Uhr
Schleswig-Holstein Saal Landeshaus
Düsternbrooker Weg 70
24105 Kiel
Programm
18:30 Sektempfang
19:00 Begrüßung durch den Vorsitzenden der Archäologischen
Gesellschaft Schleswig-Holstein e.V. Prof. Dr. Joachim PAUL
19:10 Ansprache des Präsidenten des Landtages Schleswig-Holstein
Torsten GEERDTS
19:30 Wie kam es zur Gründung der AGSH? Eine kurze Reminiszenz
Prof. Dr. Joachim REICHSTEIN
19:50 Überreichung der Ehrennadel der AGSH an die Gründungsmitglieder bzw. 25-jährige Mitglieder der AGSH sowie ehemalige
Vorsitzende
Prof. Dr. Jürgen NEWIG
20:15 Festvortrag
21:15 Kleiner Imbiß
Zum Festvortrag:
Mord und Totschlag in der Jungsteinzeit am Tatort "Eulau"
Die Familiengräber von Eulau und andere archäologische Neuentdeckungen aus der Mitte Deutschlands.
Prof. Dr. Harald Meller Direktor des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt mit
Landesmuseum für Vorgeschichte, Halle.
Im Jahr 2005 wurden in Eulau bei Naumburg vier ungewöhnliche neolithische Mehrfachbestattungen entdeckt,
die meist eng umschlungene Erwachsene und Kinder beinhalteten. Im Zuge der anschließenden Untersuchungen konnten der älteste
genetische Nachweis einer Kernfamilie sowie Nachweise für weitere Verwandtschaftsverhältnisse erbracht werden.
Aufgrund anthropologischer Untersuchungen war es möglich, die Todesursache detailliert in Indizienketten
aufzuschlüsseln. Es zeigte sich, daß wohl alle Familienmitglieder einem Mordanschlag zum Opfer fielen. Diese sensationellen
naturwissenschaftlichen Ergebnisse schafften im Jahr 2008 sogar den Sprung auf die Top-Ten Liste der "Scientific Discoveries"
des TIME Magazins.
Neben dem Fall am "Tatort Eulau" wird Professor Harald Meller in seinem Vortrag weitere aufsehenerregende
Neufunde der letzten Jahre aus der Mitte Deutschlands präsentieren.
Zum Vortragenden:
Prof. Dr. Harald MELLER (*1960) schloß 1987 das Studium der Vor-und Frühgeschichte,
der Provinzialrömischen Archäologie und der Ethnologie in München und Berlin als Magister bei
Prof. Dr. Kossack mit
Auszeichnung ab. Die Magisterarbeit beschäftigte sich mit dem Thema "Spätlatèneund frühkaiserliche Prunkgräber in
Südost-England und auf dem Kontinent".
1993 wurde Professor Meller mit dem Prädikat "magna cum laude" promoviert mit dem Thema "Studien zu
Fibelformen aus dem Reitia-Heiligtum von Este-Baratella" (Italien).
Einem darauffolgenden zweijährigen Stipendium der Thyssenstiftung zur "Erforschung der Zusammensetzung
römischer Truppen aufgrund des Fibelspektrums in Militärlagern" folgte 1995 die Einstellung als wissenschaftlicher Angestellter
am Landesamt für Archäologie in Sachsen, ab 1998 in der Funktion eines Gebietsreferenten.
Seit 2001 war Professor Meller der Landesarchäologe von Sachsen-Anhalt sowie Direktor des Landesmuseums
und im Jahre 2004 wurde er Direktor des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie (Landesmuseum für Vorgeschichte)
Sachsen-Anhalt unter weiterer Wahrnehmung der Funktion des Landesarchäologen.
Im Mai 2009 wurde ihm die Honorarprofessur im Fachgebiet "Archäologie Europas" an der "Martin Luther-Universität
Halle-Wittenberg" verliehen. Professor Meller ist durch zahlreiche Fachartikel in wissenschaftlichen Zeitschriften
sowie als Herausgeber von Publikationen hervorgetreten und in zahlreichen Verbänden, Kuratorien und Stiftungen aktiv.
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